Präsenz in der Wirtschaft

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In allen Wissenschaften, einschließlich der Human- und Sozialwissenschaften wie auch Wirtschaftswissenschaften, sind gewaltige Erkenntnisfortschritte, technische Errungenschaften, ein stetiges Forschen und Forschungsverwerten zur Verbesserung der Lebensstandards zu benennen.  

Aber gleichzeitig, aus diesem hohen Anspruch heraus, aus einer materiell und rational ausgerichteten Wohlstandsentwicklung, hat das Entwicklungsbestreben den Menschen heute an einen Punkt geführt, wo dieser sich selbst und die Umwelt mit all den vielen Annehmlichkeiten und Fortschritten nicht mehr nur zum Wohl, sondern mehr in Richtung Überforderung und Zusammenbruch führt.

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Das wage ich jetzt so auszusprechen, weil es mittlerweile schwer möglich ist über die Probleme hinwegzusehen, die mit diesem grenzenlos anmutenden Wohlstandswachstum einhergehen. Wirtschaftsmachtkämpfe, Umverteilungsmissstände, Ressourcenausbeutung, Umweltzerstörung, Zivilisationserkrankungen und deutlich steigende psychische Störungen formen das Bild der heutigen Wohlstandsgesellschaft. Das kann nicht das Ziel von diesem Fortschritt sein. Aber es kann genauso wenig das Ziel sein, auf all die Errungenschaften zu verzichten. Es gilt vielmehr die Entwicklungen und Erkenntnisse der modernen Lebensausrichtung und Lebensauffassung neu zu überdenken, und jene Entwicklungspotentiale, wie die geistige Schulung, das metaphysische Menschheitswissen und die bewusstseins-erweiternden Erkenntnisse aus der Quantenphysik, an diesem Fortschritt teilnehmen zu lassen.  

Das Ziel dieser Reflexion ist es, einen Beitrag bzw. Anstoß zur Bewusstseinsentwicklung zu leisten, ohne jedoch die bestehenden, am Fortschritt mitwirkenden Systeme wie Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zu verurteilen, oder gar gegen diese zu kämpfen. Ich möchte mich mit dieser philosophischen Abhandlung der Herausforderung stellen, Widerstände und eingefrorene Denkweisen, insbesondere im Wirtschaftsfeld, zu hinterfragen – die mich selbstverständlich auch selbst betreffen – und alte wie neue Einsichten zur Diskussion in den Raum stellen.

 

 

Präsenz in der Wirtschaft

Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen

Die Wirtschaftswelt steht vor großen Veränderungen und noch größeren Herausforderungen. Die bis dato funktionierenden Strukturen brechen zusammen, und die bislang wirksamen Strategien, Konzepte und Vorgehensweisen verlieren an Durchschlagskraft. Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise, die bereits im August 2007 mit dem kurzfristigen Zusammenbruch des Interbankenhandels ihren Anfang nahm, hat gezeigt, dass die verschiedenen globalen Wirtschaftsplayer durchdringender miteinander verbunden sind als der Markt das möglicherweise wahrzuhaben bereit war – und vielleicht noch immer ist.  

So kam es, dass im Verlauf der Krise viele Banken in die Überschuldung rutschten und dies letztlich sogar zu deren Zusammenbrüchen führte. Weltweit sind im Jahr 2008 durch Konkurse und Übernahmen mehr als 100 Banken vom Erdboden verschwunden, oder in letzter Minute verstaatlicht worden. [1] Diese Krise weitete sich von der Realwirtschaft über die Staatsfinanzen hinweg aus, und die Überschuldung Griechenlands drohte gar die Stabilität der gesamten Eurozone zu gefährden. [2]

read still more [PDF 21 Pages]

 

 

[1] Sinn, Hans-Werner: Kasino Kapitalismus – Wie es zur Finanzkrise kam, und was jetzt zu tun ist. Berlin: Ullstein Buchverlage GmbH, 2010, S.79f
[2] Hoffmann, Catherine; Koch, Moritz: Auf der Suche nach dem Monster. Süddeutsche Zeitung, 2010-05-11.

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