Risikomanagement

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Was können wir von Quallen lernen?

  • Ist es bloß eine Panikmache, oder zeigt sich tatsächlich, dass Krisen und Katastrophen neu und anders betrachtet werden müssen?

  • Versagen die bisherigen Methoden, wie die Gauß’sche Verteilung und die Brown’sche Bewegung, welche das Herzstück von Fachdisziplinen wie der Wahrscheinlichkeitstheorie, stochastischer Prozesse und Statistik sind?

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  • Werden uns die Grenzen unserer determinierten Lebensauffassung (alles, jedes Objekt, ist logisch vorherbestimmt), welche spätestens  seit Newton alle Bereiche unserer Gesellschaft durchzieht und sogar den Menschen auf eine trivial funktionierende Maschine reduziert,  aufgezeigt? [1] 

9/11, die Sars-Pandemie, der Tsunami im Indischen Ozean, die Zerstörung von New Orleans durch den Hurrikan Katrina, die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull, der Blowout der Ölbohrplattform Deepwater Horizon, Fukushima und nicht zu vergessen die noch immer nicht gelöste Finanz- und Wirtschaftskrise, die bereits im August 2007 mit dem kurzfristigen Zusammenbruch des Interbankenhandels ihren Anfang nahm, hat gezeigt, dass diese Geschehnisse laut dem Statistik-Philosophen Nassim Nicholas Taleb jenseits des Erwartungshorizonts liegen. [2] 

Auch die Finanzwirtschaft hat schon viele Krisen erlebt. Aber die gegenwärtige ist  besonders schwer, da es sich um eine Systemkrise handelt. Trotz zahlreicher staatlicher Interventionen scheint sich die Lage nicht wirklich zu stabilisieren. 

Betrachten wir diese Krise in nüchternen Zahlen, können wir von einem wahren Massensterben sprechen. Der Finanzmarkt ist regelrecht zusammengebrochen. Viele der Player sind vom Markt verschwunden, durch Konkurrenten übernommen worden oder sie werden nur durch die Infusion von Steuergeldern künstlich am Leben erhalten. Seit 2006 sind weltweit viele Finanzinstitute implodiert, so u.a.:

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[1] vgl. Vondung, Klaus/Pfeiffer, K. Ludwig: Jenseits der entzauberten Welt. München: Wilhelm Fink Verlag, 2006, S. 7
[2] vgl. Schnabel, Ulrich: Die Zeit Nr. 16 vom 14. April 2011. Wissen. Das Überraschende erwarten. S. 33,34

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