Wirksam führen wie ein …

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Samurai

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  • Welche Erwartungen werden an eine Führungskraft/-persönlichkeit gestellt?

  • Was benötigt das Universalgenie, um für die Führungsposition in Frage zu kommen?

  • Wie kann es die an sie gestellten Erwartungen erfüllen und die Resultate erzielen?

 

Der Katalog der landläufig verwendeten Schlagworte reicht von Fähigkeiten, Kenntnisse, Persönlichkeitsmerkmale, Charakterzüge, Eigenschaften, Erfahrungen, Qualitäten bis zu den notwendigen Kompetenzen. Dies klingt so plausibel, dass kaum jemand auf die Idee kommt, diese Liste zu hinterfragen.  

Dieser Idealtypus lässt sich zwar beschreiben, in der realen Welt so aber nicht finden. Außerhalb der Stellenbeschreibung haben wir es mit realen Menschen und Situationen zu tun, welche gemeistert werden müssen.

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Angelehnt an Fredmund Malik möchte ich daher die Frage stellen, was ist eine wirksame Führungskraft/-persönlichkeit und wie kann sie die Herausforderungen im modernen Geschäfts- und Wirtschaftsleben bewältigen? 

Eine solche Führungskraft/-persönlichkeit benötigt nicht nur Fachwissen, sondern auch analytisches, strategisches sowie innovatives und intuitives Denken. Sie muss in schwierigen Situationen mit Ruhe und Gelassenheit, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen reagieren. Sie sollte mit Mut zum Risiko und Entschlossen die eigenen Ziele umsetzen, aber auch flexibel auf neue Marktanforderungen reagieren. Dabei aber sozial kompetent mit Mitarbeitern, Vorgesetzten, Kunden, Lieferanten, interkulturellen Geschäftspartnern oder Teams umgehen.  

Da Führungskräfte/-persönlichkeiten nicht als solche geboren werden, müssen sie das notwendige Handwerkszeug er-lernen und sich als eine solche entwickeln. Sie benötigen eine allumfassende professionelle Bildung und erfahrungsgeleitetes Wissen. Universitäten und Business Schools kommen dem nur in ungenügender Weise nach. Deren Programme sind sehr stark standardisiert und fast ausschließlich kognitiv geprägt. Wo findet der nach Professionalität strebende Manager eine Ergänzung zu seiner eher genormten Ausbildung?

 

 

Kampfkunst als Vorbild

Obwohl Führungskräfte/-persönlichkeiten nicht gegen Kunden kämpfen, sondern Herausforderungen des Marktes bewältigen, Probleme der Kunden lösen und Mitarbeiter führen, nutzen sie die gleichen mentalen Prinzipien wie ein Kampfkünstler. Die Samurais entwickelten auf den Schlachtfeldern Erfolgsprinzipien, welche Führungskräfte heute auf dem „Schlachtfeld des Marktes“ nutzen können.  

Sicher lässt sich nicht alles, was in Japan gelebt wird, eins zu eins auf unsere westliche Kultur übertragen. Noch dazu darf man nicht vergessen, dass die Erfolgsprinzipien der Kampfkunst in Japan, beziehungsweise in Asien, auch nur von einer Minderheit zu Nutzen verstanden wird. Das mag aktuell an dem Trend der Verwestlichung liegen, aber auch an dem Glauben, Kampfkunst ist nur was für Privilegierte, für Eingeweihte und für Enthusiasten. Das mag da und dort stimmen. Aber es hängt viel mehr von der Bereitschaft ab, sich dieser Kunst zu öffnen und sich dem Leben anzuvertrauen. Erfolgsfaktoren wie beispielweise mentale Stärke, sozialer Zusammenhalt, Meisterschaft und Intuition sind zeitlos und kulturübergreifend. Und so, wie sich einst Japan und andere asiatische Länder den Nutzen der westlichen Technologie zu Eigen machten, diese verbesserten und in ihr Leben integrierten, kann der Westen Prinzipien des Ostens übernehmen und in seine Kultur einpassen. 

In der Kampfkunst geht es nicht alleine um einen Wettkampf gegen einen äußeren Gegner, sondern letztlich gegen innere Gegner, das heißt, den Frieden und die Meisterschaft über sich selbst zu finden.  Das ist ein Weg der Praxis, der konstanten Selbstkultivierung durch Handeln, Trainieren und Sammeln von Erfahrungen. Es ist ein ganzheitlicher Weg, welcher Körper, Geist und Seele integriert.  

Was könnte es also für eine Führungskraft/-persönlichkeiten bedeuten, die körperlichen und mentalen Intelligenzen zu integrieren und ihren Beruf entsprechend zu „praktizieren“ anstatt einfach nur einen Job zu machen? Unser Leib dient nicht nur als Transportmittel für den Kopf, sondern er spielt auch beim Lernen und Denken eine maßgebliche Rolle. Diese Fähigkeit haben wir in unserer kognitiv geprägten Welt aber stark vernachlässigt und ungenügend entwickelt.

 

 

Intuition und Rationalität

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