Embodiment-Management

 

Das Problemlöse-Potential des Körpers als Leib, der Einheit und Wechselwirkung von Körper, Gehirn und Psyche wird im Unternehmensalltag kaum in der voller Kraft genutzt.

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Äußerst ineffizient und für ein hoch komplexes Wirtschaftsleben erfolgshinderlich. 

Digital und körperlich scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein.  

Ja, aber genau diese Widersprüche und unzähligen Schwarzen Schwäne werden den Businessalltag der Zukunft begleiten. Das erfordert mehr von den Führungskräften als das, was bisher an Strategien gegriffen hat. Es braucht Kopf UND Körper UND Emotionalität – insbesondere in komplexen, chaotischen Zeiten.

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Warum wird im Business so getan, als ob alles rational, klar und gut durchdacht ablaufen würde? Ganz einfach, das gehört zum Embodiment-Spiel.

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Der Körper und seine Gefühlsregungen treibt jeden, ausnahmslosen jeden Menschen durch das Leben. Der geringste Anteil davon läuft jedoch bewusst ab, und dann scheint es, als ob das Rationale das Sagen hätte. 

Das ist doch ohnehin klar, werden jetzt viele sagen. Ja, schon, doch es wird im Unternehmensalltag oft nicht entsprechend gehandelt – mit negativen Folgen.

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Embodiment-Management

LEIBHAFTIGES WISSEN

Man könnte meinen, dass man ohnehin unentwegt Körper intelligent handelt, aber oft agieren Menschen nicht aus dem Gespür einer inneren Weisheit heraus, sondern unbewusst, affektiv und nicht bewusst aktiv.

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Warum das so ist, das hat etwas mit der Erziehung und der gesamten Sozialisation zu tun. Das soll jetzt nicht verurteilt werden, doch es zeigt sich gerade in herausfordernden Zeiten, dass leider viele Menschen nur mit halber Kraft zu agieren und entscheiden gelernt haben. In Krisenzeiten ist das sogar gefährlich, fast schon (selbst)mörderisch so unbewusst zu navigieren.  

Das Wissen besteht darin, …  

  • sich auch im Unternehmensalltag der Körperintelligenz anzuvertrauen und

  • Bewusstsein zu erlangen über das was im Körper, den Emotionen und im Außen in der Umwelt passiert, das heißt

  • Mindful Leadership betreiben.

Das wird beispielsweise in der Kampfkunst umfassend geschult. In der Kampfkunst lernt man Meisterschaft über das Denken und Fühlen zu erlangen, und sich der leiblichen Intelligenz, der Selbstregulierung hinzugeben.  

 

Der Weg der Kampfkunst zeigt sehr klar, wie relevant das leibliche Wissen im Lebensalltag und im bewältigen von Veränderungsprozessen und den damit oft zusammenhängenden Konflikten ist: Wirksam führen wie ein Samurai

Es ist vergleichbar mit einem Kapitän eines Segelschiffes, der das Boot trotz Stürme, Flauten, u.a. durch das Meer zu steuern vermag. Es geht darum ein Gespür zu entwickeln für sich selbst, für das Boot, für die Mannschaft und für die Natur, für das Umfeld, in dem man sich gerade befindet. Für die zukünftigen Führungskräfte eine Notwendigkeit, um Herr der Lage zu bleiben und das Unternehmen erfolgreich durch eine globalisierte und digitalisierte Welt zu führen: Leadership der Zukunft  

 

Der Leib dient eben nicht nur als Transportmittel für den Kopf, sondern spielt beim Lernen, Denken, Entscheiden, im Selbstmanagement und Management, eine maßgebliche Rolle. Resilienz, Stress-, Widerstands- und Konfliktfähigkeit ist ohne leibhaftiges Wissen nicht möglich.

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Limbische Prägung

Das menschliche Gehirn und sein Einfluss auf das Verhalten und die Bedürfnisse

Die Hirnforschung zeigt äußerst wichtige Faktoren, die die Motivation, Willenskraft und auch Widerstandsfähigkeit, Resilienz und den Umgang mit Komplexität entscheidend beeinflussen. Das ist die limbischen Prägung vom Gehirn.

  • Diese ist zu über 60 Prozent angeboren, und arbeitet sprachlos.

  • Das bedeutet, dass Worte bzw. rationale Beweggründe wenig ausrichten, sondern Bilder, Symbole und Rituale eine weitaus größere Wirkung erreichen. [1]

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Alles was getan wird, aber auch die Ziele, die Tugenden und Werte, wie ebenso die Willens- und Resilienzkraft setzen sich aus Mischungen aus diesen drei Instruktoren zusammen.

  • Das limbische System versucht unentwegt Unlustgefühle zu vermeiden, und Lustgefühle hervorzurufen. Jede Aktivität, jede Entscheidung, die gesetzt wird, wird davon beeinflusst. 

 

Das sollte einem als Führungskraft bewusst sein, insbesondere beim Durchlaufen von Veränderungsprozessen, die häufig Unlust und Vermeidung bei den Mitarbeitern hervorrufen.

Das hat Konsequenzen für das Management. Je nach Prägungstyp wird man als Führungskraft ein entsprechendes Verhalten an den Tag legen, und entsprechende Forderungen an die Mitarbeiter stellen. Manche Vorgehensweisen sind aus Sicht eines Dominanz-Typen stimmig und richtig, aber aus Sicht eines Balance-Typen gar nicht mehr passend.  

 

Das sollte einem als Führungskraft bewusst sein, und sollte im Arbeits– und speziell im Veränderungsprozess berücksichtigt versuchen. Andernfalls löst dies Stress aus. Es kommt es zu Missverständnissen und Konflikten: 

Limbische Prägung

Das limbische System und Zwischenhirn

Das limbische System, auch Säugetierhirn genannt, liegt um das Stammhirn herum und ist u.a. für emotionale Vorgänge zuständig. Die eisten Entscheidungen im täglichen Leben und auch im Arbeitsumfeld werden auf der emotionalen Ebene getroffen, und bloß im Nachhinein rational zu rechtfertigen versucht.  

Es mag zwar so wirken, als ob die Entscheidungen rational getroffen worden wären, aber das ist ein Irrtum. Es hat sich im Laufe von Milliarden Jahren entwickelt und steuert das Verhalten von Lebewesen unbewusst. Das emotionale Agieren lässt sich nicht unterdrücken und auch nicht umgehen. [3]

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Hans-Georg Häusel hat sich intensiv mit dem limbischen System auseinandergesetzt und festgestellt, dass Menschen wie auch Tiere und ebenso die Bakterien sich in drei verschiedenen Motivations-Emotions-Antriebssystemen (Instruktoren) bewegen: Im Stimulanz-, im Dominanz– und im Balancesystem. Jedes Individuum ist je nach Mischungsverhältnis in seiner Verhaltensweise entsprechend geprägt. 

Und diese Prägung beeinflusst bei allen Menschen alle vier Ebenen des Lebens: die physisch-körperliche Ebene, die soziale Ebene (menschliches Zusammenleben), die kognitive Ebene (Denken und Wahrnehmen) und die gnostische Ebene (Glauben und Sinn). [4]

   

 

Das limbische System und die drei Verhaltensinstruktoren: Balance, Dominanz, Stimulanz [5]

Balance-Instruktion
Die Balance-Instruktion ist die mächtigste Instruktion und sorgt für Sicherheit, Konstanz und Aufrechterhaltung von Gewohnheiten. Sie ist die Kraft der Beharrung. Die Balance-Instruktion tut sich mit Komplexität und Chaos jedoch außerordentlich schwer.

Dominanz-Instruktion
Die Dominanz-Instruktion gibt die Kraft der Durchsetzung, gibt die Kraft Konkurrenten zu verdrängen, Macht und Status anzustreben, und das Territorium und die Autonomie auszubauen. Sie ist die Kraft der Expansion.

Stimulanz-Instruktion
Die Stimulanz-Instruktion ist jene Kraft, die nach neuen und spannenden Reizen und Erlebnissen sucht. Sie ist die Kraft der Kreativität und Innovation. Diese Kraft kann mit Komplexität und Chaos spielerischer und vertrauensvoller umgehen als die anderen.

Charaktereigenschaften aufgeschlüsselt nach dem limbischen System [6]

 

[1] Häusel, Hans-Georg: Limbic Success. So beherrschen Sie die unbewussten Regeln des Erfolgs. Rudolf Haufe Verlag GmbH & Co.KG. Planegg/München. 2002. Anhang.
[2] Häusel, Hans-Georg: Limbic Success. So beherrschen Sie die unbewussten Regeln des Erfolgs. Rudolf Haufe Verlag GmbH & Co.KG. Planegg/München. 2002. Anhang.

[3] Vortrag gehirngerechtes Führen. Autor: Sebastian Quirmbach. Glücksburg: 11.05.2012
[4] Häusel, Hans-Georg: Limbic Success. So beherrschen Sie die unbewussten Regeln des Erfolgs. Rudolf Haufe Verlag GmbH & Co.KG. Planegg/München. 2002. 

[5] https://leadership-dojo.eu/wp-content/uploads/2016/05/Wissenschaftl-Fundierung-Limibischer-Ansatz.pdf. 19.03.2015.
[6] https://leadership-dojo.eu/wp-content/uploads/2016/05/Wissenschaftl-Fundierung-Limibischer-Ansatz.pdf. 19.03.2015.

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Motivation

Motivation ohne Emotionen ist kraftlos 

Motivation ohne Sinn ist ziellos

Motivation ohne Körper ist wirkungslos  

Ganz egal ob Sie sich als rationalen und logischen Denker bezeichnen, oder ob Sie sich als emotionaler und intuitiver Mensch fühlen: So oder so arbeiten in Ihnen zwei Systeme [1]: 

  • Das rational-logische System mit einer Reaktionsgeschwindigkeit von etwa 800 Millisekunden

  • Das Erfahrungsgedächtnis oder adaptive Unbewusste mit einer Reaktionsgeschwindigkeit von 200 Millisekunden

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Das heißt, das unbewusst Körperliche ist 4x schneller als das rationale Denken, und beeinflusst jede Entscheidung. Ihre logisch-rationalen Absichten mögen gut sein, aber Ihr Unbewusstes agiert schneller und entscheidet nicht rational. 

 

Was geht Ihnen jetzt durch den Kopf?

Was fühlen Sie?

Nur wenn Ihre Absichten und Ihr unbewusst Körperlich-Emotionales kooperieren, dann kann das was Sie durchsetzen wollen auch mit voller Durchschlagskraft umgesetzt werden. So gesehen macht es mehr als nur Sinn, sich als Führungspersönlichkeit mit Embodiment-Management auseinanderzusetzen. Change-Prozesse scheitern am Negieren der körperlich, emotionalen Dimension.

 

Nach Reiss liegen allen menschlichen Verhaltensweisen 16 Motive zugrunde:

Macht, Unabhängigkeit, Neugier, Anerkennung, Ordnung, Sparen, Ehre, Idealismus, Beziehungen, Familie, Status, Rache, Romantik, Ernährung, körperliche Aktivität und Ruhe.

Das was motiviert ist eine sehr komplexe Angelegenheit, abhängig von vielfältigen kulturellen, gesellschaftlichen Einflüssen und individuellen Erfahrungen. Deshalb stehen die 16 Motive von Reiss weniger für die Einheit als viel mehr für das unterschiedliche Motivationsverhalten. [2] Tabelle Reiss Profile

 

Interessant ist, dass der darwinsche Lebenswille nicht als ein Motivationsmittel zählt.

Das zeigte sich deutlichst bei den Überlebenden der Konzentrationslager. Nicht der Instinkt zum Überleben hat diese zum Überleben motiviert, sondern der Anspruch anderen in der schwierigen Situation zu helfen, die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit den Familien und Kindern, und der Sinn für die Schönheit der Natur. 

Weil die Motivation eben so vielfältig erscheint, verstehen viele Menschen nicht, dass andere Menschen durch andere Aspekte im Leben zu Handlungen motiviert werden. Deshalb kommt es häufig zu Missverständnissen, Selbstillusionen und Wertetyrannei. Demnach sollte jeder Mensch genau prüfen, wie sehr dieser die Motive und Werte von anderen wirklich akzeptieren will und kann. [3] 

 

An Motivation mangelt es oftmals nicht. Aber motiviert zu sein heißt noch lange nicht, auch das Ziel der Motivation zu erreichen. In der Willenspsychologie und Volitionsforschung zeigt sich, dass die Motivation und die Erreichung der angestrebten Ziele von zwei Faktoren abhängen [4]:

  • von den willensgesteuerten Kontrollstrategien, den aktiven Teilen der Handlungssteuerung, 

  • und den Vorsatzbildungen, den mentalen Aspekten.

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Die Intelligenz der Gefühle 

Die Emotion als Bewegung nach außen, die im Wechselspiel von inneren Impulsen (limbische Prägung und Motivation) ausgelöst wird, steuert jeden Entscheidungsprozess, ausnahmslos.

Dabei sind es nur 5 Emotionen, die jedoch in unglaublicher Vielfalt von Ausdrucksformen zum Tragen kommen:

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Emotionen

Wut, Angst, Traurigkeit, Freude, Ekel.

 

Der Nutzen der Emotionsintelligenz

Emotionen haben einen sehr konkreten Sinn und Zweck –  sofern man emotional intelligent handelt. Das heißt, dass man das rechte Maß zwischen Verleugnen und unkontrolliertem, unbewussten Ausdruck findet. Beispielsweise [vgl. Filliozat, Isabelle: Die Intelligenz der Gefühle entdecken]:

  • Angst schärft die Sinne 

  • Zorn macht Energien frei und zeugt Gleichgewicht zwischen unterschiedlicher Parteien

  • Traurigkeit zeigt, was im Leben wirklich Wert hat 

  • Freude stärkt das Immunsystem, stärkt die Veränderungsbereitschaft, löst Spannungen 

 

Leugnen, Verdrängen und die Folgen

Emotionen, Gefühle stehen im Ruf, klare Entscheidungen und sinnvolle Handlungen zu behindern. Das ist ein Irrtum. Denn die Logik alleine wäre nicht im Stande mit der Komplexität des Lebens und all der Herausforderungen fertig zu werden. Das können nur die Gefühle. Doch in vielen Kulturkreisen gilt, es gehöre sich nicht, Emotionen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Der unkontrollierte Umgang mit Emotionen ist tatsächlich unproduktiv, und sogar in manchen Fällen zerstörerisch.

ABER unterdrückte Emotionen sind ebenfalls zerstörerisch. Der unterdrückte, weggedrängte Umgang mit Emotionen engt das Denken ein, und wichtige Informationen gehen dabei verloren. Das Verdrängen von Emotionen führt zu einer ablehnenden Haltung, zu einer ungerichteten Unzufriedenheit und einer ständig sich erhöhenden inneren Spannung. Passivität und verantwortungsloses Handeln sind die Folgen.

 

Die Maske und ihre Besitzer

Emotionen konfrontieren einem mit der Wirklichkeit, die man allzu oft jedoch lieber nicht sehen, und schon gar nicht fühlen und wahrhaben möchte. 

Emotionen werden hinter Masken bestmöglich zu verdrängen versucht. Die meisten wissen, spüren, dass sie eine Maske nutzen und sich damit schmücken. Das ist jedoch schon so vertraut, dass man häufig vergisst, dass man eine Maske trägt und die Maske für das eigentliche Wirkungselement hält. Die zugrunde liegenden Emotionen werden nicht mehr wahrgenommen, und auch nicht bewusst und sinnvoll eingesetzt. Das Spiel der Masken nimmt ihren Lauf. 

Die Masken, beispielsweise in Form von Selbstbeherrschung, Coolheit, Rechthaben und Urteilen und diversen anderen Strategien, führt uns scheinbar erfolgssicher und selbstbewusst durch den Lebensalltag. Jedoch dieser Schein trügt. Das ist eine große Illusion, der Menschen erliegen –  ähnlich der Überblendung der Risikoillusion. 

 

[1] vgl. Ledoux, Joseph: Das Netz der Persönlichkeit, Düsseldorf 2006, S. 338 f. sowie Mark Bear, Barry Connors und Michael Paradiso, Neurowissenschaften, 3. Auflage, Heidelberg 2009, S. 571 f.
[2] Reiss, Steven: Das Reiss Profile. Die 16 Lebensmotive. Staßfurt: Gabal Verlag. 2. Auflage. 2010.
[3] vgl. Huber, Andreas: Motivation und Persönlichkeit. Was treibt uns an. Aus Psychologie Heute. 03/2001. 
[4] vgl. Huber, Andreas: Spring doch! Aus Psychologie Heute. 01/2010.

[5] vgl. Tangney, J. P.; Baumeister, R. F.; Boone, A. L.: High Self-Regulation Predicts Good Adjustment, Less Pathology, Better Grades, and Interpersonal Success. In: Journal of Personality, Vol. 72. 2004 

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Resilienz 

Die potentiellen Ursachen des leistungsmindernden und widerstandshemmenden Stresses sind hinreichend bekannt und diskutiert. 

  • Die gesundheitlichen Folgen und volkswirtschaftlichen Verluste werden durch das unaufhörliche Ansteigen von Stress in zahlreichen Studien untersucht und beschrieben.  

Das Ausmaß an Folgen einer stressigen Wirtschaftsweise kann jedoch nicht umfassend genug eingeschätzt werden.   

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Widerstandsfähigkeit

Aus dem lateinischen resilire, heißt Resilienz so viel wie zurückspringen, abprallen, widerstandsfähig, tolerant zu sein gegenüber Störungen. Der Begriff wird jedoch in den verschiedenen Fachgebieten unterschiedlich interpretiert.

  • Bei Aufkommen dieses Begriffes hat man darunter jene Stärke bezeichnet, die es ausmacht, dass Kinder trotz widriger Umstände ihr Leben außerordentlich gut gemeistert haben.  

Viele Menschen setzen sich, meist gezwungenermaßen, mit dem Phänomen Stress auseinander, aber bloß rational und suchen kognitiv nach einer Erklärung und Lösung.

Das genügt jedoch leider nicht. Stress entsteht im Körper. Auf der rationalen Ebene kann über Stress diskutiert werden, jedoch Stress nicht abgebaut werden. Führungskräfte werden jedoch bloß in Zeitmanagement, Verhandlungsführung, Qualitätsmanagement, usw. …. geschult. Es fehlt der körperliche Bezug, der leibliche Einfluss auf das Führungsverhalten und den daraus resultierenden Folgen. Das Missachten der körperlichen Wahrnehmung führt zu unbewusst fehleranfälligem Verhalten, wie heftiges Reagieren, in Starrheit versinken, oppositives Blockieren wie auch größenwahnsinniges Fehlentscheiden.

Für eine erfolgsversprechende Stressbewältigung, und damit positiven Resilienz und Widerstandsfähigkeit, ist es daher unausweichlich: 

  • rational zu verstehen 

  • körperlich und 

  • emotional zu fühlen und

  • bewusst wahrzunehmen was konkret abläuft

  

Resilienz-Management

Im Resilienz-Management wird mit entsprechender Maßnahmensetzung darauf abgezielt, die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen gegenüber äußeren Einflüssen zu stärken. Der Klimawandel gilt aktuell als ein Resilienz-Faktor, der zeigen wird, inwieweit Unternehmen resilient agieren. 

Resilienz von Unternehmen und Führungskräften zeigt sich, wenn diese die Fähigkeit besitzen mit: 

  • Volatilität

  • Unsicherheit

  • Komplexität und

  • Vielschichtigkeit (ambiguity)

realistisch vorausblickend, verantwortungsbewusst und wie ein Fels in der Brandung umzugehen. 

Einige meinen, sie würden ruhig wie ein Fels in der Brandung reagieren, doch verdeckt brodelt der innere Vulkan. Dieses positiv gefärbte Selbstbild mag ein guter Selbstschutz sein, doch die Auswirkungen davon können für die Mitarbeiter, für die betreffende Person und das Unternehmen ungeahnt negative Folgen mit sich ziehen.   

 

Resilienz heißt, den Mut zu haben genau hinzusehen, nichts zu beschönigen, realistisch zu sein und nicht unrealistischen, schön erdachten Vorstellungen und Zielwünschen zu erliegen. 

Resilienz heißt, zu wissen wer man ist, was man fühlt und wie man reagiert. 

Resilienz heißt, ein klares Bild zu haben, was in der Umwelt tatsächlich abläuft, und nicht was man möchte, wie es ablaufen sollte. Eine gute Selbstwahrnehmung, sprich Selbsterkenntnis kombiniert mit Empathie fördert die Resilienz.   

Resilienz sinkt, wenn das Selbstbild und die Realität verzerrt werden. Das löst Stress, und in Folge innere wie auch äußere Konflikte aus. Es ist nicht bloß ein Zuviel an Arbeit, dass schwächt, sondern eben auch ein verzerrtes Selbst- und Umweltbild. Dieser Aspekt wird im Business ausgeblendet. 

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